Priv.Doz. Dr. Stephan Fichtlscherer
Medizinische Klinik III, Kardiologie, Goethe-Universität Frankfurt
Prof. Dr. Andreas M. Zeiher
Medizinische Klinik III, Kardiologie, Goethe-Universität Frankfurt
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Die prothrombotische Aktivierung der Gefäßwand, im Gefolge einer unspezifischen inflammatorischen Aktivierung, spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung und Progression von atherosklerotischen Läsionen. In eigenen Vorarbeiten konnten wir zeigen, dass zirkulierende proinflammatorischen Mediatoren durch vermehrten oxidativen Stress mit einer Endotheldysfunktion und einer verschlechterten Prognose von Patienten einhergehen (1-3).
Im Rahmen des Projektes soll die spezifische in vivo Modifizierung eines kürzlich identifizierten Glycerolpospholipids (oxPCCD36) untersucht werden. Experimentell führt die oxidative Modifikation von PCCD36 zu einem biologisch aktiven Lipid, das eine zentrale funktionelle Rolle in der Plättchenaktivierung spielt, und somit ein wichtiges Bindeglied zwischem oxidativem Stress und prothrombotischem Phenotyp in der Atherosklerose darstellen könnte.
Das Arbeitsprogramm umfasst (a) Quantifizierung der Plasmaspiegel von oxPCCD36 und Korrelation mit der systemischen Endothelfunktion (Unterarmpletyhsmographie) bei Patienten mit stabiler und instabiler (≅ prothrombotischer Phenotyp) koronarer Herzerkrankung und (b) Erfassung eines transkoronaren Gradienten (Aortenwurzel-Koronarvenensinus) von oxPCCD36 als direkter Hinweis auf eine Generation biologisch aktiver, oxidativ-modifizierter Lipide in der Koronarzirkulation bei Patienten mit instabiler KHK. Zusätzlich soll der therapeutische Einfluss einer Statin-Therapie auf die oxidative Modifikation von PCCD36 untersucht werden. Die antizipierten Ergebnisse dürften wertvolle Hinweise auf die pathophysiologische Relevanz der oxidativen Modifikation von Lipidmetaboliten bei Patienten mit KHK geben.